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Natascha Wodins neues Buch „Die späten Tage“ ist ein Rückblick auf ihr Werk, auf ihren Weg als Schriftstellerin und die Begleiter bei ihrem Schreiben. Vor allem aber ist dieses Buch eine schonungslose Auseinandersetzung mit dem Alter.
„Jedes Buch ist existenziell. Wenn man sich mal dafür entschlossen hat, dann gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: es zu schreiben oder zu scheitern - und zwar total.” Zuletzt hat Natascha Wodin, Jahrgang 1945, über ihre Eltern geschrieben: In „Sie kam aus Mariupol“ (2017) geht sie dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die mit ihrem Mann 1943 als Ostarbeiterin nach Deutschland verschleppt wurde. Es folgte mit „Irgendwo in diesem Dunkel“ (2018) eine Auseinandersetzung mit dem schweigsamen Vater, dessen Leben im Russland der Zarenzeit begann und in einem deutschen Altersheim endete. (Wh. v. 04.08.2019)