Featurearchiv – Sorgen (3/3)

    Pflegenotstand. Von der Ökonomie des Sozialen

    43:54 Minuten
    Ein Pfleger massiert in einem Seniorenzentrum in Stuttgart die Hand einer alten Frau. © AP
    Von Leonhard Koppelmann und Robert Steudtner · 11.05.2021
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    Seit Beginn der Corona-Pandemie heißt es überall, Pflege sei “systemrelevant”. Aber Applaus von den Balkonen ändert nichts an den Fehlern im System. Welche Folgen hat es, wenn die Sorge um Alte und Kranke an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird?
    Wer sorgt für mich, wenn ich es selbst nicht mehr kann? Viele schieben diesen Gedanken auf, so lange es geht. Wenn sie im Alter Hilfe brauchen, bleibt als einziger Weg oft nur ein Leben im Pflegeheim - fremdbestimmt, ständig unter Beobachtung, versorgt von Menschen, deren Arbeit straff getaktet ist. Für wirkliche Zuwendung fehlt die Zeit.
    Pflegekräfte sind überlastet und oft frustriert, weil ein Beruf, der für sie Berufung war, zur Fließbandarbeit wird. Das Feature zeigt anhand von Gesprächen mit Pflegenden und Gepflegten, mit Behörden, Wissenschaft und Politik, dass wir die Verantwortung für unsere nächsten Angehörigen nicht komplett an professionelle Kräfte abgeben können.

    Featurearchiv – Sorgen (3/3)
    Pflegenotstand. Von der Ökonomie des Sozialen
    Von Leonhard Koppelmann und Robert Steudtner

    Regie: die Autoren
    Es sprach: Lena Stolze
    Ton und Technik: Günther Kaspar
    Redaktion: Annette Blaschke, Hermann Theißen, Wolfgang Schiller
    Produktion: WDR/Deutschlandfunk 2008

    Leonhard Koppelmann, Köln, Jahrgang 1970. Hörspiel- und Theaterregisseur. Schreibt und bearbeitet auch regelmäßig für beide Gattungen. Jüngste Arbeiten: Matthias Brandt "Blackbird", Gustave Flaubert "Lehrjahre der Männlichkeit", Jan Wagner "Mandeville. Vaudeville" und am Thalia Theater Hamburg "Shockheaded Peter" nach Crouch/McDermott.
    Robert Steudtner studierte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Germanistik und Medienwissenschaften und Filmregie an der ifs Internationalen Filmschule Köln. Parallel zum Studium war er als freier Regieassistent für Hörspiel/Radiofeature und Moderator beim WDR tätig. 2014 gewann er mit »Antoine de Saint-Exupéry – Vom Himmel zu den Sternen« den Deutschen Kinderhörbuchpreis »BEO«. Er lebt in Köln und arbeitet als Sprecher, Autor und Regisseur.