Featurearchiv - Sorgen (1/3)

    In die Heimat vertrieben - Schwarze DDR-Kinder in Namibia

    43:44 Minuten
    DDR-Kinder an der Deutschen Oberschule in Windhoek
    DDR-Kinder an der Deutschen Oberschule in Windhoek © Deutschlandradio/Jürgen Duenbostel
    Von Jürgen Duenbostel · 27.04.2021
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    Rund 400 „schwarze DDR-Kinder“ schickt die Bundesrepublik nach der Wiedervereinigung zurück nach Nambia, das 1990 zur Unabhängigkeit gelangt ist - eine „Heimat“, von der sie nur das Wenige kennen, was ihnen in der Schule erzählt wurde.
    Die Kinder sind seit 1979 aus dem damaligen Südwestafrika in die DDR gekommen. Dort gelten sie als Symbol für die Solidarität sozialistischer Brudervölker, die in der Not füreinander sorgen. Im Kampf um die Unabhängigkeit von Südafrika sind viele der Kinder zu Halb- oder Vollwaisen geworden. In der DDR sollen sie zur zukünftigen Elite Namibias ausgebildet werden. Doch die Pläne, die man mit ihnen hatte, werden durch den Mauerfall 1989 jäh unterbrochen.
    Anfang der 90er-Jahre trifft der Autor einige von ihnen und spricht mit Gasteltern und Lehrkräften vor Ort. Herausgerissen aus einem vertrauten Umfeld werden die Kinder mit ganz anderen Vorstellungen von Fürsorge, Erziehung und Autorität konfrontiert.

    Featurearchiv - Sorgen (1/3)
    In die Heimat vertrieben -
    Schwarze DDR-Kinder in Namibia
    Von Jürgen Duenbostel

    Regie: Manfred Brückner
    Es sprachen: Susanne Flury, Bernt Hahn und Hendrik Stickan
    Ton und Technik: Ingeborg Kiepert und Petra Pelloth
    Redaktion: Heinz Klunker, Wolfgang Schiller
    Produktion: Deutschlandfunk 1994

    Jürgen Duenbostel wurde 1946 in Hannover geboren. Er arbeitete als Redakteur beim Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt und der Zeitschrift "der überblick" sowie als freiberuflicher Korrespondent in Afrika. 2002 wurde er vom Bundespräsidenten mit dem Medienpreis Entwicklungspolitik ausgezeichnet.