Fakes als Kunst

    Dieses obskure Objekt des echt Falschen

    53:57 Minuten
    Eine Skulptur der Kunstfigur von Grete Penelope Mars.
    Das Grete-Penelope-Mars-Denkmal ehrt eine Frau, die es gar nicht gibt. © Deutschlandradio / Achim Hahn
    Von Achim Hahn · 14.08.2022
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    Es ist oft mehr als ein Spiel: Dichtungen, Kunstwerke, Musik oder Filme, die angeblich von Künstlern geschaffen worden sein sollen, obwohl es diese nie gab. Fake als künstlerische Strategie stellt oft auf raffinierte Weise jede Form von Gewissheit infrage.
    Angeblich war Grete-Penelope Mars Bochums einzige Dadaistin. Nur gelebt hat sie nie. Sie ist eine Erfindung von Slam-Poeten. Quasi die fiktive Fortschreibung eines realen Kunstwerks: mit der tatsächlichen Umbenennung eines öffentlichen Platzes und eigener Büste im angrenzenden Park.
    Sie ist kein Einzelfall in der fiktiven Literaturgeschichte, und auch die Kunst-, Musik- und Filmgeschichte ist voller Erfindungen angeblicher Künstler.
    Mit Fakes werden immer auch künstlerische Fakten geschaffen. Eine eigenständige Strategie der zeitgenössischen Kunst?


    Dieses obskure Objekt des echt Falschen
    Fakes als Kunst
    Von Achim Hahn

    Regie: Susanne Krings
    Es sprachen: Nikolaus Benda, Nils Kretschmer, Michael Kamp
    Ton und Technik: Eva Pöpplein und Caroline Thon
    Redaktion: Klaus Pilger
    Produktion: Deutschlandfunk 2019
    (Wiederholung vom 19.05.2019)

    Achim Hahn, geboren 1960, studierte Germanistik und Politikwissenschaft, lebt in Bochum. Ist Autor und Moderator und schreibt Hörspiele und Features. 

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