Exkursion

Von neuen Wildnissen und alten Sehnsüchten

Durch dichte Bäume sieht man den Turm eines alten Wasserschlosses, mit Graffiti besprüht.
Sehnsuchtsort und Fluchtpunkt - die Wildnis hat heute viele Zuschreibungen. © alfred.geht
Von Antonia Kreppel |
Wildnis ist eine Kopfgeburt der Zivilisation. Sie fasziniert und schreckt gleichermaßen. Sie ist ein Mythos, eine intellektuelle Romantisierung. Der ihr zugeschriebene Eigenwert des Unberechenbaren, Maßlosen, Randständigen beschäftigt Naturphilosophen und Naturschützer; Pädagogen und Künstler. Welchen Stellenwert hat sie in unserer Gesellschaft?
Sogenannte weiße Flecken einer Ur-Wildnis gibt es nur noch als versprengte Reste. Neue Wildnisse entstehen in Städten und auf Industriebrachen. Als Sehnsuchtsort und Fluchtpunkt ist die Wildnis bis in unsere Alltagskultur vorgedrungen. Wildnis light: gepflegt und vermarktet von Gärtnern, Outdoor-Spezialisten, Survival-Trainern und Therapeuten.
Blick auf einen moosbedeckten Baumstumpf inmitten von grüner Wildnis im Wald.
Wildnis im Rothwald© Sabine Fischer
Die Exkursion mit und zu ihnen führt in die anarchischen, heilsamen, einsamen und paradoxen Gefilde der Wildnis.
Produktion: DLF 2016