Die Wanze

Von Wladimir Majakowski |
Der Kleinbürger Iwan Pryssypkin wird auf seiner eigenen Hochzeit im Löschwasser der Feuerwehr eingefroren und 50 Jahre später, im Jahr 1979, zusammen mit einer Wanze, wieder aufgetaut. Die Welt hat sich in der Zwischenzeit in eine hochtechnisierte kommunistische Förderation verwandelt.
Pryssypkin wird ebenso wie die Wanze als Relikt einer überwundenen Zeit zur Schau gestellt und darf alte Bräuche, wie zum Beispiel das Rauchen von Zigaretten, vorführen. Eine satirische Komödie mit zeitkritischem Impuls.

Übersetzung aus dem Russischen: Alfred Edgar Thoß
Bearbeitung und Regie: Ulrich Lauterbach
Komposition: Winfried Zillig
Darsteller: Heinz Schimmelpfennig, Joseph Plaut, Willi Trenk-Trebitsch u.v.a.
Produktion: Hessischer Rundfunk 1958
Länge: 74'

Wladimir Majakowski, geboren 1893 im georgischen Bagdadi, gestorben 1930 in Moskau, war ein früher Anhänger der Bolschewiki. Mitverfasser des Manifests der russischen Futuristen 1912. Schrieb Gedichte und Theaterstücke. Fiel Ende der 20er Jahre in Ungnade.