Deutschland durch fremde Augen gesehen

    Traumland

    49:42 Minuten
    Blick auf einen Steg, der auf einen sonnenbeschienenen See führt. Davor ein verschlossenes schmiedeeisernes Tor mit einem Schild, auf dem steht "Zutritt für Unbefugte verboten".
    Im Traumland Europa bleibt "der Zutritt für Unbefugte verboten". © EyeEM / Bruno Raffa
    Von Markus Metz und Georg Seeßlen · 15.04.2022
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    Auf einer eigenen Webseite warnt das Auswärtige Amt vor der Flucht nach Europa. Mit Rhein, Neuschwanstein und Mercedes werben Prospekte im Ausland um Touristen. Geflüchtete reflektieren ihre Situation im Asylland auf künstlerische Weise. Deutschland – gesehen aus drei Perspektiven zwischen Traum und Alptraum.
    „WARNING! Do not follow invitations to the so-called Caravan of Hope/Glitter of Hope on Facebook, WhatsApp and other channels. You might face serious consequences including arrest, detention and family separation if you participate in such a joint irregular border crossing. Rumours about borders having been opened to such crossings are false.” Mit dieser Warnung sollen Migranten davon abgehalten werden, eine bessere Zukunft in Europa zu suchen.
    „Wer den Rhein entlangfährt, bekommt drei Länder auf einmal geboten: Frankreich hat leckeres Essen und schöne Frauen, Deutschland saubere Hotels und Einkaufsstraßen, die Schweiz Berglandschaften und ulkige Dorffeste.“ Das versprechen ihre Reiseführer chinesischen Touristen auf Deutschlandreise.
    „Wir suchen den freien Raum,/wollen ihn lieben und fliegen./Doch die Koffer sind groß und schwer geworden,/sind uns Gefängnis und Haus.“ Wenn Geflüchtete ihre Situation künstlerisch reflektieren - in Gedichten, Erzählungen, Rap-Texten, Comics -, zeigt der fremde Blick mit seinen Aspekten von Verzweiflung, Groteske und Komik ein zerrissenes und widersprüchliches Land.

    Traumland
    Deutschland durch fremde Augen gesehen
    Von Markus Metz und Georg Seeßlen

    Regie: Antje Vowinckel
    Es sprachen: Katrin Jaehne, Oliver Brod, Mariel Jana Supka,
    Thomas Fränzel, Florian Anderer, Hüseyin Ekici
    Ton und Technik: Ulli Hieber und Benajmin Ihnow
    Redaktion: Tina Klopp
    Produktion: Deutschlandfunk 2019

    Markus Metz, geboren 1958 in Oberstdorf, Studium der Publizistik, Politik und Theaterwissenschaft, lebt als freier Journalist und Autor in München.

    Georg Seeßlen, geboren 1948 in München, Studium der Malerei und Kunstgeschichte, lebt in Kaufbeuren. Ziemlich freier Autor von Texten über Kunst, Pop, Kultur und den Rest der Welt.