Der Tod kommt aus der Ferne

Eine Kampfdrohne vom Typ "Reaper" © dpa / picture alliance
Von Henry Bernhard · 01.02.2014
Im afghanischen Kunduz sitzen in einem Stahlcontainer drei Soldaten vor flimmernden Bildschirmen. Sie beobachten drei Afghanen auf deren Weg durch die Nacht. Die 2000 Meter über den Afghanen schwebende "Heron" liefert die Bilder. Noch ist die Drohne unbewaffnet.
Aber die Bundeswehr will bewaffnete Drohnen - zur Aufklärung und zum Angriff. Die US-Armee hat bereits tausende Drohnen im Einsatz, mit ihnen hat sie in Pakistan, Jemen und Somalia bislang etwa 400 Angriffe auf mutmaßliche Taliban geflogen. Mehrere Tausend Menschen starben dabei, darunter eine erhebliche Zahl Zivilisten.

Drohnen haben die Kriegsführung verändert. Das gilt für die Soldaten ebenso wie für die Überwachten und die Opfer. Und wie ändert sich das Völkerrecht?
Henry Bernhard, geboren 1969 in Weimar, studierte Politik, Publizistik, VWL und Völkerrecht in Göttingen. Seit 1990 arbeitet er fürs Radio. Lebt in Erfurt.

Zuletzt: "Promised Land - West-Musiker in der DDR" (DKultur 2013).