Reihe: 18 Plus!

Chao’s Transition

44:00 Minuten
Chao fragt sich jeden Tag: Wann werde ich endlich sein, wer ich wirklich bin?
Chao fragt sich jeden Tag: Wann werde ich endlich sein, wer ich wirklich bin? © Susanne Mi-Son Quester
Von Susanne Mi-Son Quester und Mieko Azuma · 08.01.2022
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Chao ist attraktiv, eloquent, charmant und humorvoll. Die Welt scheint ihr offenzustehen. Doch als biologischer Mann geboren fragt sie sich jeden Tag: Wann werde ich endlich sein, wer ich wirklich bin?
Chao ist 25 Jahre alt. Sie ist in Japan geboren und kam als Kind mit ihrer Familie in die Schweiz. In einer kleinen Stadt an der Grenze zu Liechtenstein wuchs sie auf und hat in Zürich Kommunikationsdesign studiert. Nun überlegt sie, für das Studium an einer Animationsschule nach London zu gehen. Doch bevor sie die Schweiz verlässt, möchte sie eine Frau werden. Denn Chao ist biologisch ein Mann.
Vor gut einem Jahr hat sie sich für die Transition, die Operation zur Frau, entschieden. Seitdem ist sie in psychiatrischer Behandlung und nimmt Hormone. Bei der Operation werden dann die männlichen Geschlechtsorgane entfernt, eine künstliche Vagina geformt und die Brüste vergrößert.

Ursendung
Reihe: 18 Plus!
Chao’s Transition
Von Susanne Mi-Son Quester und Mieko Azuma
Regie: Friederike Wigger
Mit: Luise Wolfram, Maria Hartmann und Verena Jost
Ton: Michael Kube
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021
Länge: 43'54

Mieko Azuma, 1977 in Kyoto geboren, hat in Japan Kunst und in München Dokumentarfilm studiert. Seit 2012 ist sie freie Filmemacherin, Autorin und Kamerafrau. Für ihre Regie-und Kameraarbeit wurde sie mit dem Starter-Filmpreis der Stadt München, dem DAAD-Preis und dem Citizen-Preis des Yamagata International Documentary Film Festivals ausgezeichnet. Seit 2015 arbeitet sie an einer Langzeitbeobachtung eines Lachkünstlers in Japan. Bisherige Feature: „Sayonara Tokyo“ (SWR 2015) und „Von Aleppo nach Heidelberg“ (zusammen mit Susanne Mi-Son Quester ) (SWR 2016).

Susanne Mi-Son Quester wurde 1979 in Starnberg geboren. Nach einer Ausbildung zur Cellistin studierte sie Japanologie und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin und Dokumentarfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film München und der Korea National University of Arts in Seoul. Seit 2006 arbeitet sie als freie Autorin, Regisseurin und Produzentin für Dokumentarfilme und Radiofeatures. Bisherige Feature: „Von Aleppo nach Heidelberg“ (zusammen mit Mieko Azuma) (SWR 2016) und „Die Frau des Lokomotivführers“ (SWR 2018).

Das Feature ist Teil der Sendereihe "18 Plus!" und entstand in Kooperation mit 3sat und der doku.klasse des Duisburger Festivals doxs! dokumentarfilme für kinder und jugendliche.