Akustische Tagebücher einer Pubertät im Lockdown

    I FEEL STUPID AND CONTAGIOUS

    54:24 Minuten
    Schreibtisch mit Rechner, Reclamheft, Angel, Headset, Handy, Nagellack, Boxhandschuh, Drumsticks.
    Der Schreibtisch als Lebensmittelpunkt im Lockdown. © Deutschlandradio / Eva-Maria Baumeister
    Von Eva-Maria Baumeister und Nina Rühmeier · 10.09.2021
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    „Der ganze Tag ist eine einzige Lücke“, beschreibt Ruben seinen Alltag im Lockdown. Benni vermisst nichts so sehr wie das Feiern. Stattdessen ist das Highlight des Tages, dass er sich Hosen im Internet bestellt. Wie sich Freiräume erobern, die eigene Welt vergrößern, sich verlieben im Lockdown?
    Kinder und Jugendliche sollten an erster Stelle stehen. So hatten es Ministerinnen und Minister sowie Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten im Sommer 2020 versprochen. Doch kaum rollte die zweite Infektionswelle durch das Land, waren alle Bekenntnisse vergessen. Im Schuljahr 2020/2021 haben viele Kinder und Jugendliche ihre Schule kaum von innen gesehen. Sie haben Monate mit ihren Eltern und Geschwistern auf engstem Raum verbracht oder waren zu Hause die meiste Zeit auf sich gestellt.
    Wie erlebten Jugendliche die Einschränkungen? Was bedeutet es, in einer Pandemie erwachsen zu werden? Das Feature „I FEEL STUPID AND CONTAGIOUS” begleitet neun junge Menschen durch das Frühjahr 2021. Sie leben in München oder Meißen, auf dem Land, in der Stadt oder auf einer Insel, sind Einzelkinder oder wachsen mit Geschwistern auf, mit beiden Eltern oder bei der Großmutter. Sie müssen ihre Tage strukturieren und verlieren dabei manchmal jedes Zeitgefühl.
    Der Sound einer Pubertät hinter verschlossenen Türen.

    I FEEL STUPID AND CONTAGIOUS
    Akustische Tagebücher einer Pubertät im Lockdown
    Von Eva-Maria Baumeister und Nina Rühmeier

    Regie: Eva-Maria Baumeister
    Redaktion: Tina Klopp
    Produktion: Deutschlandfunk 2021

    Eva-Maria Baumeister, geboren 1978 in Arnsberg (Westfalen), ist Regisseurin.
    Sie studierte Theaterwissenschaft an der Universität von Amsterdam und Regie an der Schule des Theaters der Keller in Köln sowie an der Folkwang Hochschule in Essen.
    Nina Rühmeier, geboren 1980, studierte Theaterwissenschaft, Neue Geschichte und Neue deutsche Literatur in Berlin und Paris, bis 2011 Dramaturgin am Maxim Gorki Theater Berlin. Arbeitet heute als freie Übersetzerin und Dramaturgin.