A Treatise Remix
Von Christopher Williams
Nach einer Partitur von Cornelius Cardew
Komposition und Realisation: Christopher Williams
Stimme: Christian Kesten
Inside Piano: Andrea Neumann
Schlagzeug: Robyn Schulkowsky
Kontrabass: Christopher Williams
Ton: Hermann Leppich
Deutschlandradio 2015
Länge: 46‘24
Hörstück über graphische Notation
Eine Seite aus der Arbeitspartitur für „A Treatise Remix“ (Christopher Williams) © Christopher Williams
A Treatise Remix

Geometrische Formen, abstrakte Symbole, vereinzelt Zahlen – so notiert der britische Komponist Cornelius Cardew in den 1960er-Jahren seine Musik. Das Besondere: Die musikalische Deutung der Zeichen bleibt den Interpretierenden überlassen.
Cornelius Cardew gilt als Pionier der graphischen Notation. Zwischen 1963 und 1967 schuf er mit "Treatise" eine 193 Seiten umfassende Partitur aus Kreisen, Linien und abstrakten Symbolen. Seither ist sein Werk immer wieder völlig neu gelesen, interpretiert und aufgeführt worden.
Für sein neues Stück hat der Komponist Christopher Williams zahlreiche Treatise-Interpretationen zu einem Remix verdichtet und mit Texten von Cornelius Cardew kombiniert. Entstanden ist ein musikalischer Essay über die Mehrdeutigkeit der Notenschrift – und über ein Schlüsselwerk der Musikgeschichte.
Christopher Williams, geboren 1981 in San Diego, ist Komponist und Bassist. Er unterrichtet an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik in Klagenfurt und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Sein musikalisches Schaffen reicht von Kammermusik über Improvisation bis hin zur Radiokunst.
