Krimi: Rätselhafter Fall im Zentralmassiv

Nur die Tiere (4/5): Armand

26:15 Minuten
Eine sich schlängelnde Straße in verschneiter Waldlandschaft aus der Vogelperspektive.
Welcher Weg führt zur Wahrheit? Mit jedem Kapitel kommen wir ihr ein Stück näher. © Eyeem / Pepper_sue / Layout: Dominik Klimat Deutschlandradio Service GmbH
Nach dem Roman von Colin Niel · 14.03.2022
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In der Elfenbeinküste fernab vom französischen Zentralmassiv versucht der junge Ivorer Armand sich als Internetabzocker. Nicht lange da beißt ein Franzose an. Doch der Erfolg hat seinen Preis.
Nur die Tiere – fünf Perspektiven, eine Wahrheit: Im französischen Zentralmassiv ist eine Frau spurlos verschwunden. Mit jeder neuen Geschichte fügt sich das Puzzle um die verschwundene Évelyne Ducat weiter zusammen. Ein Krimi über Missverständnisse, Irrtümer, groteske Zufälle, missglückte Kommunikation und leise menschliche Tragödien. Ein Plot-Wunder, das zwischen dem französischen Massiv Central und der Elfenbeinküste spielt. Ein raffiniert konstruiertes Kriminalhörspiel, das Einblick in prekäre soziale Milieus gibt und von der verzweifelten Suche nach Liebe erzählt.
Der junge Armand ist weit entfernt vom Zentralmassiv und von den Geschehnissen in der französischen Provinz, denn er befindet sich in Westafrika an der Elfenbeinküste. Armand muss dringend Geld verdienen, doch die Jobs sind rar. Die einzige Arbeit, die schnelles Geld verspricht, ist Internetabzocke. Armand schreibt ein Fake-Profil, in dem er sich als eine Frau namens Amandine ausgibt, um dann mit reichen Verehrern zu chatten und sich Geld schicken zu lassen. Schnell findet sich ein Franzose, der Amandine näher kennenlernen möchte. Für seine große Liebe Monique will Armand alles geben, um möglichst viel Geld zu verdienen und sie damit zurückzugewinnen. Doch der Erfolg des Geschäfts bringt gefährliche Herausforderungen mit sich.

Nur die Tiere – Armand
Nach dem Roman von Colin Niel
Übersetzung aus dem Französischen: Anne Thomas
Bearbeitung und Regie: Beatrix Ackers
Mit: Pit Bukowski, Andreas Döhler, Paul Zichner, Amelle Schwerk, Winfried Glatzeder, Manuel Harder
Komposition: Andreas Bick
Ton und Technik: Andreas Stoffels und Gunda Herke
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022

Colin Niel, geboren 1976 in Clamart, ist eine der großen Stimmen des französischen Roman noir. Nach einem Studium der Evolutionsbiologie und Ökologie arbeitete er zunächst als Agrar- und Forstingenieur im Bereich Biodiversität, u.a. mehrere Jahre in Französisch-Guyana. Mit einer vierteiligen guyanischen Serie, die vielfach ausgezeichnet wurde, gelang ihm der Durchbruch als Autor. 2017 erhielt er für „Seules les bêtes“ („Nur die Tiere“) u.a. den Prix Landerneau Polar und den Prix Polar en séries. Heute lebt Colin Niel als Schriftsteller in Marseille.

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