Kulturschaffende und Politik erfinden den Ebertplatz neu

    Aus Angst wird Begegnung

    28:35 Minuten
    Der Kölner Ebertplatz im Sommer
    Der Ebertplatz im Sommer © Deutschlandradio/Nadja Baschek
    Von Nadja Bascheck · 18.03.2022
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    Er war lange ein Schandfleck der Stadt: Der Ebertplatz in Köln ist halb Untergrundpassage, halb öffentlicher Platz. Dann haben sich ihm Anwohnerinnen, Kunstschaffende und Politiker angenommen. Einfacher ist es dadurch nicht geworden.
    Brutalistische Betonelemente und ein Brunnen aus Stahlrohren verleihen dem Ebertplatz einen schroffen Charakter. Die verwinkelte Architektur lockt besonders nachts Kriminelle und Drogendealer an. Zwei Menschen sind hier bereits bei Auseinandersetzungen ums Leben gekommen. Spätestens damit ist der Platz zum Politikum geworden. Mit Kunst, einer temporären Bar und Veranstaltungen wurde er zwar aufgewertet. Gleichzeitig ist schon lange ein Umbau geplant, der Teile der kulturellen Akteure wieder verdrängen könnte - Stoff für Streit zwischen Politik, Kunst und Besuchern. Nadja Bascheck begleitet die Akteure aus Politik und Kultur bei Verhandlungen und konkreten Versuchen, den Angstraum in einen Platz der Begegnung zu verwandeln.
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