Hüzün

In den Liedern der Arabesk-Musik wird die Melancholie gefeiert, ebenso in der türkischen Dichtung. © Science/W. B. Denny
Von Patrick Batarilo · 30.05.2011
Ein Sonnenuntergang macht unser Herz weit und unsere Sinne melancholisch. Doch sonst verbinden wir mit Melancholie eher Gefühle der Traurigkeit, Einsamkeit und Niedergeschlagenheit. Ganz anders das Verhältnis der Türken zur Melancholie.
Gemeinsam gibt man sich Hüzün bei Raki und Meze hin und vergießt dabei lustvoll so manche Träne. In den Liedern der Arabesk-Musik wird die Melancholie gefeiert, ebenso in der türkischen Dichtung. Hüzün ist ein Schlüssel zur türkischen Kultur. Was verbirgt sich hinter Hüzün? Wie kamen die Türken zu ihrer Art der Wehmut? Und worin unterscheidet sich Hüzün von der Melancholie, wie wir sie in Westeuropa kennen?

Regie: Beate Ziegs
Ton: Thomas Monnerjahn
Mit: Markus Meyer, Michael Evers, Heidrun Bartholomäus
Produktion: Dkultur 2011
Länge: 54’26

Patrick Batarilo, geboren 1974 in Waldshut als Sohn eines kroatischen Vaters und einer deutschen Mutter. Studierte in Berlin, Frankreich und den USA Kultur- und Theaterwissenschaft. Feature-Redakteur und Moderator beim SWR. Als freier Autor zuletzt ›Zitterfisch. Unterwegs in Istanbuls junger Kulturszene‹ (SWR 2010).

Audio-Ausschnitt "Hüzün"