Hörstück zum Holocaust-Gedenktag

    Gang nach Buchenwald

    57:03 Minuten
    Gedenkstätte
    Gedenkstätte © Martin Kranz, Thomas Müller
    Von Christoph Korn · 28.01.2022
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    Ein Weg führt aus Weimar zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald. Mit Erzählungen Überlebender hat der Klangkünstler Christoph Korn im Rahmen des Kunstfest Weimar einen radiophonen Audiowalk komponiert.
    Vom Weimarer Hauptbahnhof führt ein etwa zweistündiger Fußweg zum KZ Buchenwald. Diesen Weg mussten tausende Opfer des Naziregimes gehen. Am 16. April 1945, kurz nach der Befreiung des Konzentrationslagers, folgten ihnen auf Anordnung des amerikanischen Oberkommandos rund 1.000 Weimarer Bürgerinnen und Bürger. Sie sollten das Grauen von Buchenwald mit eigenen Augen sehen.
    Zum Gedenken an diesen Weg hat der Medienkünstler Christoph Korn einen Audiowalk für das Projekt "Gang nach Buchenwald" des Kunstfest Weimar komponiert. Sein gleichnamiges Hörstück ist ein Sich-Nähern: im Gehen auf Asphalt, Teer, Laub, Kies, hin zu jenem unaussprechlichen Ort. Ausgangspunkt des Hörspiels ist ein Gespräch mit dem Zeitzeugen Naftali Fürst.
    Diese Produktion wurde mit Kunstkopf-Mikrophonie hergestellt. Bitte Kopfhörer aufsetzen.

    Gang nach Buchenwald
    Von Christoph Korn
    Nach einem Gespräch mit dem Shoa-Überlebenden Naftali Fürst (Haifa) und Textfragmenten aus dem Buch Hiob, von Paul Celan, Pauline Oliveros und Christoph Korn
    Mit: Jana Schulz, Tom Jacobs
    Komposition: Christoph Korn
    Akkordeon: Sven Hermann
    Dramaturgische Beratung: Claas Morgenroth
    Nach einer Idee von Rolf C. Hemke
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur/Kunstfest Weimar/ACHAVA Festspiele Thüringen, Stiftung Buchenwald 2020
    Länge: 50'
    Eine Wiederholung vom 13.09.2020
    Mit freundlicher Unterstützung von Margol F. Guttman, Director of International Cultural and Artists Exchange, Ein Hod, Israel.

    Christoph Korn, geboren 1965 in Frankfurt a.M., studierte Philosophie und Politologie in Frankfurt. Seine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Audio- und Medienkunst. Die künstlerischen Werke basieren in den letzten Jahren zunehmend auf Versuchen des Maskierens, Löschens oder Entziehens. Korn erhielt internationale Preise und Stipendien. Sein Hörspiel "Waldstueck" wurde beim Prix Ars Electronica ausgezeichnet. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: "Consolamini" (2006).