Der konkrete Schrecken des Krieges

Von Udo Zindel |
Tausende Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr sind derzeit in Krisenregionen stationiert, vom Kosovo bis Somalia. In der deutschen Geschichte wurden Millionen junger Männer ohne jede Vorbereitung auf mögliche Verwundung, Sterben und Tod in zwei Weltkriege geschickt. Wer nicht wollte oder nicht mehr konnte, um den kümmerte sich die Militärpsychiatrie.
Sie war vor allem darum bemüht, "Simulanten" und "Willensschwache" wieder fronttauglich zu machen - mit Methoden, die heute als Folter gelten. Wie werden Soldaten der Bundeswehr heute darauf vorbereitet, dass sie verwunden oder töten - oder selbst verwundet oder getötet werden könnten? Wie verkraften sie es, dass Todesgefahr zu ihrem Alltag gehört?

Regie: Nikolai von Koslowski
Darsteller: Axel Wandtke, Mirko Jugelt
Produktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2006
Länge: 54'23

Udo Zindel, geboren 1956, besuchte die Deutsche Journalistenschule und studierte Politische Wissenschaften und Neuere Geschichte. Das Feature "Der konkrete Schrecken des Krieges" erhielt den Robert-Geisendörfer-Preis 2007.