Berichte aus Mogadischu

Von Bettina Rühl · 12.02.2008
Als Ahmed Aden Abdisalam und Ali Iman Sharmake aus dem kanadischen Ottawa nach Mogadischu zogen, in die kriegszerstörte Hauptstadt des ostafrikanischen Landes Somalia, verstand kaum jemand diese Entscheidung - warum ausgerechnet Mogadischu? Die beiden hoch qualifizierten Akademiker hätten ihr sicheres und gut bezahltes Leben im kanadischen Exil nicht aufgeben müssen.
Und Mogadischu ist seit Jahren ein Albtraum: Menschen werden willkürlich ermordet, Journalisten gezielt gejagt, ganze Stadtteile sind miteinander verfeindet und durch eine "greenline" voneinander getrennt. Doch gerade weil das so ist, kehrten die beiden Somalier aus Kanada zurück und gründeten den unabhängigen Radiosender "Horn Afrik": Sie wollten die Macht der Warlords durch die Macht des Wortes brechen. Sie haben in den vergangenen Jahren vieles erreicht - und dafür teuer bezahlt: Ali Iman Sharmake wurde im August 2007 getötet. "Horn Afrik" bleibt trotzdem auf Sendung.

Manuskript zur Sendung als pdf oder im barrierefreien Textformat.